Warum wir am Great Place to Work Wettbewerb teilnehmen

von Oliver Heisch und Linda Gronenwald

2023/2024 haben wir als BeWo Plus Jugendhilfe bereits zum dritten Mal am Great Place to Work Wettbewerb teilgenommen. Und jedes Mal mit tollen Ergebnissen, auf die wir richtig stolz sind! 

Wir freuen uns riesig über die Auszeichnung und die Zertifizierung und wir tragen unseren Erfolg nach außen. Der wirkliche Wert liegt aber woanders.

Der Prozess, der intensiven Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeitsplatzkultur und mit den Wünschen und Vorstellungen der Mitarbeitenden ist jedes Mal ein kleiner oder auch größerer Change-Prozess des Unternehmens.

Als Jugendhilfeträger sind wir beständig darauf fokussiert, eine (Arbeitsplatz-) Kultur zu schaffen und aufrecht zu erhalten, die den Menschen und ihren Bedürfnissen gerecht wird; denn das macht erfolgreiche Unternehmen im Dienstleistungssektor aus. Gelebte Wertschätzung, Fürsorge, Offenheit und Autonomie für die Mitarbeitenden sind feste Bestandteile einer solchen Kultur.

Zufriedene und fachlich kompetente Mitarbeiter*innen leisten sehr gute Arbeit. Im Berufsfeld der Kinder- und Jugendhilfe zeigt sich diese in der Qualität der Beziehung. Wenn die erlebte Beziehung für den Leistungsempfänger stabil und sicher ist, d.h. wenn seine/ihre Bedarfe und Bedürfnisse von der Fachkraft erkannt, gesehen und gewürdigt werden, führt dies zu Vertrautheit und zum Glauben an die eigenen Potentiale. Unsere Arbeit mit Menschen hat
zum Ziel, die von den Menschen erlebten Schwierigkeiten, Probleme und Leiden am oder im Leben durch intensive Begleitung zu lindern oder zu beseitigen.
Entsprechend stehen die Menschen in ihren alltäglichen Lebenssituationen im Zentrum unserer Bemühungen. 

Wenn wir heute ausgezeichnete Arbeit leisten und ausgezeichnete Arbeitgeber sind, stärkt uns das. Und gleichzeitig wissen wir, es ist keine Auszeichnung, auf der man sich „ausruhen“ kann. Nur durch die ständige Auseinandersetzung, Weiterentwicklung und regelmäßige Reflektion können wir unsere Qualität aufrechterhalten.

Die Arbeitswelt ändert sich rasant in den verschiedensten Bereichen: Der Fachkräftemangel im sozialen Bereich wird sich in naher Zukunft nicht entspannen, gleichzeitig werden moralische Identifikation und Selbstverwirklichung für Arbeitnehmer*innen immer wichtiger, Digitalisierung und künstliche Intelligenz schreiten ebenso immer schneller voran. Eine Welt des Wandels erfordert Wandel.

Der Prozess der Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeitsplatz- und Unternehmenskultur, der durch die Fragen des Great Place to Work Wettbewerbs angeregt und in Gang gesetzt wird, unterstützt uns dabei wahrzunehmen, ob wir mit Blick auf unsere (Arbeitsplatz-) Kultur auf dem richtigen Weg sind. Er hilft uns regelmäßig eine Meta-Perspektive einzunehmen und uns ständig weiterzuentwickeln.